Kumys mit Saft

Von Jette Zollmann, 28. Februar 2010 15:41

Kumys kann man sehr gut mit Saft mischen. Das nimmt etwas die Säure und man bekommt ein gut schmeckendes, erfrischendes Getränk. Genau das Richtige um fit für den Frühling zu sein.

Zutaten:
200 ml Kumys
100 ml Saft

Zubereitung:
Zuerst den Kumys in ein Glas geben, dann den Traubensaft dazu mischen.

Saisoneröffnung 2010

Von Jette Zollmann, 23. Februar 2010 10:56

Der Schnee ist noch da, aber die Saison ist eröffnet. Die erste Besuchergruppe hat bei strahlenden Sonnenschein unser Gestüt besichtigt. Die fröhliche Gruppe der Direktvermarkter aus dem Rheinland konnte sich von unserer Stutenmilch und unseren Pferden direkt überzeugen.
Sie konnten den Melkablauf der Stuten beobachten und wie nach dem Melken jede Stute wieder ihr Fohlen findet.
Immer wieder beeindruckend für unsere Besucher ist die große Pferdeherde und die Ruhe die unsere Herde ausstrahlt.
Es hat mir große Freude bereitet die Gruppe durch unser Gestüt zu führen und die Fragen zu beantworten die gestellt wurden.

Was bedeutet Bio und Demeter?

Von Jette Zollmann, 21. Februar 2010 20:01

Wenn man sich entscheidet seinen Betrieb auf Bio umzustellen muss man sich an gewisse Richtlinien halten.
Als erste Stufe muss jeder Bio-Betrieb die Eu-Richtlinie erfüllen. Hier wird zum Beispiel der Platzbedarf für die Tiere festgelegt, der im Vergleich zur konventionellen Bewirtschaftung höher ist. Weiterhin ist zum Beispiel auch festgelegt, dass man keine chemischen Pflanzenschutmittel auf die Felder ausbringen darf.

Neben der Eu-Richtlinie gibt es weitere Anbauverbände wie zum Beispiel Demeter, Bioland, Naturland und viele weitere.

Diese Anbauverbände sind entstanden, als es die einheitliche Eu-Richtlinie noch nicht gab. Jeder Verband hat für sich eigene Regeln festgelegt, die streng eingehalten werden müssen, damit der Betrieb auf seine Produkte das Zeichen des Anbauverbandes setzten darf. Die Regeln der Verbände sind sehr viel strenger, als die EU-Richtlinien.
Was unterscheidet Demeter von Bio?
 
Demeter hat einen ganzheitlichen Ansatz. Bei Demeter muss der ganze Betrieb auf Bio umgestellt sein. Es ist nicht möglich nur Teilbereiche, zum Beispiel nur die Tierhaltung, biologisch zu bewirtschaften. Es ist wichtig geschlossene Kreisläufe zu haben. Das bedeutet es müssen Tiere gehalten werden, der Mist der Tiere wird als Dünger auf die Felder gebracht und auf den Feldern wird wieder das Futter für die Tiere angebaut und geerntet. Bei einem Demeter-Betrieb wird in der Regel kaum Futter zugekauft. Wenn das doch der Fall ist muss das Futter von anderen Demeter-Betriebe gekauft werden. Zusätzlich werden bei Demeter biologische Präparate eingesetzt. Dazu gehören  Kompostpräperate aus Löwenzahn, Schafgabe, Brennesel, Kamille oder Eichenrinde, die in den Mist gegeben werden. Dadurch wird der Mist besser kompostiert und die Pflanzen können die Mineralstoffe besser aufnehmen.
Demeter-Tiere müssen wesensgerecht gehalten werden. Das heißt sie müssen jederzeit die Möglichkeit haben nach draußen zu gehen und so oft wie möglich auf die Weide gebracht werden. Im Fall von Kühen bedeutet wesensgerecht auch, dass sie nicht enthornt werden dürfen.

Demeter-Betriebe sind immer “besondere Betriebe” und haben ihren eigenen Charakter. Wer sich mehr über Demeter informieren möchte kann auf der Verbandswebseite www.demeter.de mehr darüber lesen.

In gemütlicher Atmosphäre

Von Jette Zollmann, 18. Februar 2010 19:22

Richtig wohl fühlen wir uns auf der diesjährigen Biofach. Die BioFach ist die weltgrößte Biomesse und findet jedes Jahr in Nürnberg statt. Hier stellt an 4 Tagen jeder der Rang und Namen hat seine Bio-Produkte vor.
Schon im Vorfeld haben wir uns lange Gedanken gemacht wie wir uns hier richtig präsentieren können um bei der Vielfalt an Bioprodukten nicht unter zu gehen. Auf einem großen  Bildschirm zeigen wir Bilder von unseren Pferden um den Messebesuchern einen Einblick in unseren Hof zu geben. Natürlich kann wieder unsere Stutenmilch probiert werden und in eine Produktregal haben wir alle unsere Produkte ausgestellt. Als besondere Zugabe haben wir für Interessierte  Probepackungen von unsere Stutenmilch-Pulvern.
Zu finden sind wir beim Demeterstand. Betriebe die im Anbauverband von Demeter sind können hier ihre Produkte ausstellen. Auf dem Demetermarktplatz kann gute Vollwertkost gegenossen werden und an verschiedenen Ständen kann man sich über den Demeterverband informieren. Das gesamte Ambiente und die verschiedenen kleinen Stände geben dem ganzen eine schöne und gemütliche Atmosphäre.

Mein Arbeitstag als Melkstute

Von Jette Zollmann, 15. Februar 2010 21:06

 

Hallo ich bin Melkstute Eule. Ich wurde vor 11 Jahren auf dem Kurgestüt geboren. Meine Mutter ist eine Haflingerstute und mein Vater ist Bodo ein Reitponyhengst.
Ich wollte Euch einen Tag in meinem Leben beschreiben.

Es ist noch dunkel, aber wir warten schon alle. Endlich, das Licht geht an, bald gibt es was zu fressen. Ich versuche mich ganz vor an die Tür zu stellen, damit ich auch am meisten Hafer abbekomme. Wir drängeln alle immer gerne und stellen uns dann ganz dicht um den Futtertisch herum. Unsere Fohlen gehen jetzt in den Kindergarten. Zuerst bekommen wir Hafer und dann Heu und Gras.

Wenn wir fertig mit fressen sind laufen wir alle in den Wartebereich vor den Melkstand. Ich höre schon wie die Melkmaschine an geht und die Tore auf und zu gehen. Es können immer nur 4 Stuten in den Melkbereich, deshalb müssen wir erst einmal warten. Die rechte Melkbox ist frei, schnell laufe ich rein. Während ich gemütlich Hafer fresse wird mein Euter kontrolliert, gereinigt und anmassiert. Dann wird das Melkgeschirr angehängt. Ich lasse jetzt meine Milch laufen. Nach ca. 2 Minuten bin ich schon fertig und gehe aus dem Melkstand in unsern Laufstall. Wenn alle fertig gemolken sind bekommen wir wieder Futter.

Später werden wir nochmal gemolken und dann geht’s wieder ab zu unseren Fohlen. Die warten schon alle auf uns. Jetzt wird erstmal getrunken. Wenn alle Fohlen fertig getrunken haben geht’s auf die Weide. Hier können wir uns alle richtig austoben. Abends kommen wir wieder in den Stall und schlafen, denn morgen haben wir wieder einen wichtigen Tag vor uns.

Im schönen Friedrichshafen

Von Jette Zollmann, 12. Februar 2010 10:56

Am Dienstag bin ich ins schöne Friedrichshafen gefahren. Dort wurde ich im Bio-Center Charlottenhof von Birghitta Mirglietta und ihrem Team erwartet. Es stand eine Stutenmilchverkostung an. Dienstag ist Markttag und so war auch an diesem  Tag viel los und die Kunden konnten unsere Bio-Stutenmilch probieren.

Ab jetzt gibt es im Bio-Center Charlottenhof Stutenmilch tiefgefroren und Stutenmilch-Pulver. Wenn Ihr in der Nähe seit schaut doch einfach mal vorbei. Die Öffnungszeiten sind vom Mo-Fr 8.30-18.30 Uhr und Sa 8.30-14.00 Uhr.

Was macht Stutenmilch so anders als Kuhmilch?

Von Jette Zollmann, 8. Februar 2010 16:06

In diesem Beitrag möchte ich die unterschiedlichen Eigenschaften von Stuten- und Kuhmilch darlegen. 

Grundsätzlich ist eine Milch eines Säugetiers aus den Stoffen Eiweiß, Fett, Kohlenhydraten, Mineralstoffen, Vitaminen und Wasser aufgebaut. Die Eiweiße sind in Kaseine und Molkeneiweiße aufgeteilt, die Fette bestehen aus gebundenen kurzkettigen Fettsäuren oder aus einem unterschiedlich hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Kohlenhydrate bestehen in der Milch hauptsächlich aus Milchzucker auch Laktose genannt.

Für die weiße Farbe der Milch ist der Käsestoff, auch Kasein genannt, zuständig.

Was sind nun die Unterschiede von Kuh- und Stutenmilch?

1. Die Eiweiße:

Stutenmilch wird als Molkenmilch bezeichnet, da sie ein günstiges Kasein zu Molkeneiweißverhältnis hat wie auch die Frauenmilch. Kuhmilch hat einen sehr hohen Anteil an Kasein und wird deshalb als Käsemilch bezeichnet.

Kurz gesagt, aus Kuhmilch kann man Käse machen und aus Stutenmilch nicht.

2. Fett:

Bei den Fetten hat Kuhmilch einen Fettgehalt von 3,9 %, Stutenmilch dagegen einen Fettgehalt von 1 %. Unterschiedlich ist aber nicht nur der Fettgehalt sondern auch die Fettsäurezusammensetzung. Charakteristisch für Stutenmilch ist der hohe Anteil an mehrfach ungesättigten, essentiellen(lebensnotwendigen) Fettsäuren. Kuhmilch hat dagegen einen relativ geringen Anteil an ungesättigen Fettsäuren.
Die Fettkügelchen der Kuhmilch sind  mit 4500 nm pro 100 ml Flüssigkeit im Vergleich zu Stutenmilch mit 2500 nm pro 100 ml Flüssigkeit größer. Kleine Fettkügelchen sind für den Körper besser verdaulich.

Kleiner Abschweif: Jeder wundert sich warum Pferde so groß und stark werden, obwohl die Stutenmilch nur 1% Fett hat. Am Fettgehalt kann es also nicht liegen. Ich glaube es hat mit der Lebensweise der Pferde zu tun. Sie müssen immer fluchtbereit sein und brauchen deshalb eine leichte und hochverdauliche Milch.

3. Kohlenhydrate:

Lactose ist mengenmäßig das dominante Kohlenhydrat in beiden Milcharten. Kuhmilch hat einen Laktose Anteil von 4,7% und Stutenmilch von 6,2 %. Deshalb schmeckt Stutenmilch weitaus süßer als Kuhmilch.

Ob man die Lakose von Stutenmilch verträgt muss jeder selbst testen, wir haben einige Kunden die eine Laktoseintoleranz haben und trozdem Stutenmilch vertragen.

4. Mineralstoffe und Vitamine:

In Kuhmilch sind nur Spuren von Lysozym vorhanden, Stuten- und Muttermilch haben dagegen einen sehr hohen Gehalt. Lysozym ist ein basisches Polipeptid mit bakteriziden Eigenschaften.

Stutenmilch hat einen sehr hohen Vitamin C Gehalt von 150 mg pro 100 ml. Kuhmilch dagegen nur einen Anteil von 20 mg.

Zusammenfassend ist zu sagen das Kuh und Stutenmilch sehr unterschiedliche Milcharten sind. Sie haben eine unterschiedliche Eiweißzusammensetzung, ein andere Fettzusammensetzung und auch vom Vitamin und Mineralstoffgehalt unterscheiden sie sich sehr.

Es zeigt sich, dass Stutenmilch sehr viel positive Eigenschaften für unseren Körper hat, was auch nochmal verdeutlicht wird, indem Stutenmilch der menschlichen Muttermilch sehr ähnlich ist.

Stutenmilchverkostung in Dieburg und Groß-Umstadt

Von Jette Zollmann, 6. Februar 2010 17:51

 

Die letzten zwei Tage waren wir in Dieburg und Groß- Umstadt in den Biomärkten Grünmeier. Freundlich wurden wir empfangen und durften unseren Tisch und unseren Aufsteller in den schönen  Biomärkten platzieren. Jeder der Lust und Laune hatte konnte Stutenmilch probieren und sich über Stutenmilch schlau machen. Immer wieder positiv überrascht waren die Kunden von dem guten Geschmack unserer Bio-Stutenmilch. Stutenmilch ist immer noch sehr unbekannt und für uns ist es immer ein Erfolg wenn wir die Kunden von Stutenmilch überzeugen können.
Wir  freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit den Biomärkten von Frau Grünmeier. Unsere Stutenmilch ist hier tiefgefroren in 250 ml Beuteln erhältlich.
Weitere Informationen über die Biomärkte Grünmeier erhalten Sie unter www.gruenmeier-biomarkt.de.

Es schneit und schneit

Von Jette Zollmann, 3. Februar 2010 09:58

Wir wissen gar nicht mehr wohin mit dem Schnee. Unsere Pferde schauen jetzt auch lieber vom Stall aus zu was draußen passiert. Der Wetterbericht meldet  leider Regen für die nächsten Tage, hoffentlich gibt es kein Hochwasser. Trotz Schnee geht die Arbeit bei uns weiter. Die Pferde müssen gefüttert werden, die Ställe werden ausgemistet und die Liegeflächen werden mit frischem Stroh eingestreut. Die Melkstuten werden heute zwei Mal gemolken um 11 Uhr und um 14 Uhr. Die Stutenmilch wird sofort verarbeitet. Heute wird Kumys angesetzt und die restliche Milch wird in Beutel abgefüllt und mit unserem Schockfroster tiefgefroren.

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Nährt, stärkt und aktiviert

Von Jette Zollmann, 1. Februar 2010 21:52

Kumys auch Airag genannt ist eines der ältesten und berühmtesten Sauermilchgetränke der Welt und gehört neben Kefir zu den „Getränken der Hundertjährigen“. Schon Dschingis Khan hat Kumys getrunken.

Wir stellen unseren Kumys seit 1975 her und pflegen seit dem unsere speziellen Kumyskulturen. Das besondere an Kumys ist, dass die reine Stutenmilch mit Milchsäure und Hefebakterien versetzt wird und somit eine Doppelfermentierung stattfindet. Die wertvollen Inhaltsstoffe der Stutenmilch werden so aufgeschlüsselt und stehen noch leichter dem Körper zur Verfügung. Der Milchzucker (Laktose) der Stutenmilch wird von den Milchsäure- und Hefebakterien weitestgehend umgewandelt.

Wenn mich jemand fragt wie Kumys schmeckt ist es schwer zu beschreiben. Er schmeckt sauer, aber nicht milchsauer eher wie Zitrone und dann auch wieder etwas nach Hefe. Ich muss zugeben der Geschmack ist  besonders, aber auch sehr erfrischend und man darf sich vom ersten Schluck nicht beirren lassen. Kumys ist ein echtes Naturprodukt und nicht künstlich mit Zucker versüßt wie manch andere Produkte, die im Moment auf dem Markt sind. Für uns ist es wichtig unsere Produkte so natürlich wie möglich zu lassen und nicht künstlich „aufzupeppen“. Wem der reine Kumys zu sauer ist kann ihn sehr gut mit Fruchtsaft zum Beispiel Apfel oder Traubensaft kombinieren.

Kumys wird bei uns in einem speziellen Gärraum bei ca. 30.Grad hergestellt. Jeden Morgen wenn der Kumys fertig ist, wird bei uns eine Kanne gefüllt und jeder im Betrieb kann ein Glas trinken. Da ist der Kumys oft noch lauwarm. Zum einen ist das wichtig um die Qualität des Kumys jeden Tag zu kontrollieren und zum anderen sind dann alle fit für den Arbeitstag.
Wir kühlen unseren Kumys auf Kühlschranktemperatur. Dadurch wird der Gärprozess abgebrochen und der Kumys ist nicht ganz so stark. In Ländern wir der Mongolei und Kasachstan wird der Kumys teilweise auch länger vergoren, wodurch der Geschmack noch intensiver wird und auch der Alkoholgehalt steigt.

Kumys ist nicht gleich Kumys. Jeder der Kumys produziert hat seine Geheimnisse und Besonderheiten bei der Herstellung. Wenn man in der Mongolei oder in Kasachstan Kumys trinkt, dann schmeckt er oft von Dorf zu Dorf unterschiedlich. Kasachen und Mongolen die bei uns Kumys holen, schätzen die gleichbleibend hohe Qualtität unseres Kumys.

Wenn ich Ihr Interesse geweckt habe und Sie sich mal was richtig Gutes tun wollen, dann probieren Sie unseren Kumys. Wir haben Kumys in 200 ml Flaschen oder als Pulver unseren Kumysdrink mit Dinkel oder Reisflocken. Alle unsere Produkte können Sie in unserem Online-Shop bestellen.

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